Transsexualität-NGS

Autor Thema: Wie steht es mit TS und psychischen Diagnosen?  (Gelesen 423 mal)

Rejana

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Meine Tochter ist erwachsen und hat die Diagnose Borderline und rezidivierende Depression. Also mein Sohn. Mein jetziger Sohn.
Gibt das denn nicht Probleme?
Außerdem steht auch noch körperlicher Missbrauch in der Kindheit im Raum.
Ich möchte ja das er nun als Mann glücklich wird, aber ich habe Angst und mir fällt das alles so unendlich schwer.

Susanne35

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Re: Wie steht es mit TS und psychischen Diagnosen?
« Antwort #1 am: 19.Jan 2016, 05:59 »
Wir haben hier auch ein Paar Ts mit Bordeileinsymptom
vielleicht können sie ein paar Erfahrungen schreiben. ;)
Grundsätzlich, muss ein Erfahrender Psychiater/Psychologe sich deine Tochter/ Sohn in Therapie anschauen und andere Ursachen die zu gefühlter Ts sein Symptomatik ausschließen.
man kann Ts sein nicht diagnostizieren, sondern in Ausschluss Verfahren alles andre ausschließen, so das nur Ts sein übrig bleibt.
Lg Susanne :)
mit 11 Jahren entdeckt das ich anders bin.
20 Jahre verstecktes, einsames Doppelleben.
15.03.2007 Nervenzusammenbruch, ende der Selbstverleugnung.
01.04.2007Outing der Ehefrau gegenüber/ Scheidung.
01.08.2008 Erste mal draußen als Frau.(Hilfe durch Transnormal / Frankfurt )
15.01.2012 Beginn der Psychologischer Betreuung wegen Transsexualität. (Psychologin Fr. Iris Hölscher / Frankfurt )
1.11.2012 Beginn der HRT ( Endokrinologische Praxis von Dr. Santen / Dr. Engelbach / Frankfurt)
30.06.2013 Erste echte Frisur...Dauerwelle:)
( Frisörsalon Aschaffenburg )
15.01.2013 Nadelepilation/ Bard bei Fr. Becker
1.07.2013 Erster Arbeitstag als Frau ( Aschaffenburg)
20.01.2014 Stand /Namensänderung (Familiengericht in Bamberg )
06.11.2014 GaOp beim Urologen Chefarzt Dr. Klotz in Weiden / Oberpfalz
03.11.2015: 1Korrektur op Schamlippen bei Dr. Klotz in Weiden/ Oberpfalz
08.11.2016: 2 Korrektur op untere Komessur bei Dr. Klotz in Weiden/ Oberpfalz
bin fertig mit körperlicher Angleichung
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Antw:Wie steht es mit TS und psychischen Diagnosen?
« Antwort #2 am: 15.Apr 2022, 15:00 »
Das lese ich ja jetzt erst.  :shock:

Nun, gerade bei Mißbrauch schrillen bei mir alle Alarmglocken. Wie Susanne35 schon geschrieben hat, hier muß ein erfahrener Therapeut ran und die Sache im Ausschlußverfahren feststellen. Es gibt nämlich auch Störungsbilder, die einem eine TS nur vorgauckeln. Und bei sexuellem Mißbrauch muß man besonders hinsehen, denn es kann dann auch nur eine Flucht vor dem Trauma sein, mit dem Trugschluß "Wenn ich ein Mann bin, dann überfällt mich keiner mehr." Es gibt aber genug Männer, die ebenfalls als Kind / Jugendlicher Opfer von sexuellem Mißbrauch geworden sind, nur ist das nachwievor ein gesellschaftliches Tabuthema, weshalb prozentual gesehen weniger Männer Anzeige erstatten und damit in Erscheinung treten als Frauen es tun.

Borderline, sexueller Mißbrauch und rezidivierende Depression kann Ursache einer vorgegauckelten TS sein.

Andererseits kann eine nicht behandelte TS und damit nicht ausgelebte personale Kerngeschlechtsidentität Depressionen hervorrufen und Symptome die denen einer Borderlinestörung ähnlich sind. Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?
Mit allem fertig und komplett angekommen! Ein ganzer Kerl dank Chappi. :D - Dortmunder Jong