Transsexualität-NGS

Autor Thema: ab wann kann man es deuten?  (Gelesen 732 mal)

turbozicke89

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ab wann kann man es deuten?
« am: 24.Aug 2015, 23:02 »
Hallihallo

Ich bin ganz neu hier und nur durch meinen sohn betroffen. .ich suche dringend austausch weil ich mich ziemlich allein gelassen fühle.
Mein jüngster sohn ist 6 und führt seit knapp 5 jahren das leben eines Mädchens. .anfanga dachte ich mir okay ist ne phase und wenn er spass dran hat wieso ihn hindern. Seit etwa einem Jahr ist es recht extrem geworden.  Ohne rock umd gemachten langen Haaren geht er garnicht mehr aus dem haus. Im Kindergarten wird er so akzeptiert und gemocht.  Er hat ziemlich viele Freunde!
In wenigen Tage beginnt die schule und ich weiß nicht genau wie ich dad alles machen soll..ob als Mädchen oder junge zur schule.  Ich bringe nicht übers Herz ihm die jungssaxhen aufzuzwingen.ab und zu hat er mal einen anflug und zieht sich für eine halbr stunde wie ein junge an.
OAy lange rede kurzer sinn - ichbrauche beratung, hilfe und ein offenes ohr. Denn ich liebe ihn wir auch immer er iat aber so ganz komme ich damit nicht klar...u

Steffi938

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Re: ab wann kann man es deuten?
« Antwort #1 am: 24.Aug 2015, 23:31 »
Hallöchen :)

zu deiner Frage in der Überschrift: man kann es deuten, wenn das Kind alt genug ist es zu sagen oder deutlich zu zeigen. ich glaube deines tut genau das ;) Du hast ja noch einiges an Zeit, bevor du über Pubertätsblocker bzw. Hormonersatztherapie nachdenken muss. Bei einem Kind in dem Alter deines Kindes wäre soweit ich weiß der "normale" Weg  das geben von Pubertätsblockern bei einsetzen der Pubertät (ca. 12-13 Jahre alt) und dann der Beginn einer Hormonersatztherapie mit 16-18 Jahren. Die Wirkung der Pubertätsblocker ist reversibel (d.h. werden diese abgesetzt, setzt die männliche Pubertät ein). Du hast wie du siehst noch sehr viel Zeit, bis dein Kind klar sagen muss "ja, ich will diesen Weg gehen".

An deiner Stelle würde ich mit der Schule sprechen und mit denen eine Lösung suchen. Benutzt dein Kind denn schon einen weiblichen Namen oder hat es einen "geschlechtsneutralen" Namen oder Spitznamen? Vielleicht könnte man mit der Schule sprechen, dass dieser dann verwendet wird. Auf keinen Fall würde ich dein Kind zwingen, im "Boymode" in die Schule zu gehen, wenn es das nicht mag!

Ich denke vielleicht könnten dir die Eltern, die hier unterwegs sind noch etwas besser helfen - meine Sicht ist ja nicht die eines Elternteils, sondern die einer selbst betroffenen. Das sind ja immer etwas andere Sichtweisen ;)

Liebe Grüße
Steffi
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Susanne35

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Re: ab wann kann man es deuten?
« Antwort #2 am: 25.Aug 2015, 04:56 »
Hallo und erstmals Willkommen hier bei uns:)
in der Tat beginnt mit der Schule ein neuer, wichtiger Abschnitt in Leben deines Kindes.
da dieses so deutlich sein Ich zeigt muss da wirklich über weitere Schritte angedacht werden.
diese gehen über Kinderpsychologen mit ts Erfahrung der das Kind auf seinem Weg begleitet und
auch praktische Maßnahmen im Alltag des Kindes Ts Konform unterstützt.
Wir haben hier Eltern die da schon Erfahrungen gesammelt haben und sicher
Ratschläge geben können. ;)
Lg Susanne :)

 

Nicole0601

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Re: ab wann kann man es deuten?
« Antwort #3 am: 27.Aug 2015, 21:00 »
Halli Hallo ;-)

Ich habe das ganze prozedere hinter mir und kann Dich da gerne unterstützen.

Ich würde an Deiner Stelle noch vor der Einschulung Kontakt aufnehmen und Dein Kind als Mädchen einschulen.
Bei uns war es in der 3. Klasse soweit und alle haben es super akzeptiert Kinder sowie auch alle Lehrer es war ganz easy und ich war total überrascht.

Ich finde auch das es bei Deinem Kind mehr als offensichtlich ist und es keine Phase ist denn eine Phase dauert vielleicht wenn es hoch kommt ein Jahr aber nicht länger.

Du bist eine tolle Mama Dein Kind kann megastolz sein das Du es so toll unterstützt und so liebst wie es ist.

Wenn Du jemanden zum Austauschen suchst schreib mir einfach ;-)

Liebe Grüsse
Nicole
Glücklich ist, wer sein Schicksal nie als Schlag empfindet,
sondern als Chance, sein Leben zu gestalten.
So manches im Leben zwang mich
auf die Knie und riss mich zu boden.
So manches im Leben vergesse ich wohl nie.
Doch eines lehrte mich das Leben immer wieder neu,
es ist nicht wichtig, ob Dich etwas zu Boden drückt.
Wichtig ist, dass Du immer wieder neu das Aufstehen lernst.
Aufrecht gehen werde ich, wenn mir auch Tränen übers Gesicht laufen,
denn Tränen sind kein Zeichen von Schwäche.
Im Gegenteil - Es ist ein Zeichen von Mut, den Anderen zu zeigen, was man fühlt...